Brennnesselgarten


Auf dem alten Kompost im ElbeCamp ist ein Brennnesselgarten entstanden. Wie bitte? Wer möchte denn einen Brennnessel-Garten haben? Schließlich verrät schon der Name, dass es ganz schön weh tut, wenn man diese Pflanze anfasst. Du weißt bestimmt auch, wie sich das anfühlt.

Aber viele Insekten – insbesondere Schmetterlinge – nutzen die wehrhafte Brennnessel als Schutz vor Feinden. Das ist doch ein guter Grund einen Brennnesselgarten anzulegen!

Die Schmetterlinge Kleiner Fuchs, Tagpfauenauge, Landkärtchen und Admiral sind auf die Brennnessel sogar strikt angewiesen. Sie kleben ihre Eier an die Unterseite der Brennnesselblätter. Wenn die Raupen schlüpfen, fressen sie die Pflanze. Andere Pflanzen mögen sie nicht.

Auch für den Menschen hatten Brennnesseln früher einen großen praktischen Nutzen: Aus den Fasern der Nesseln stellte man Stoffe und Seile her. Außerdem diente die Brennnessel als Nahrungs- und Heilpflanze. Heute landet die Pflanze nur noch gelegentlich im Kochtopf, sehr häufig wird sie aber noch als Tee getrunken.

Warum brennt die Brennnessel?

Schuld daran sind die Brennhaare, die am Stängel und an den Blättern der Pflanze sitzen. Bei Berührung brechen die Spitzen der Brennhaare ab und spritzen den brennenden Nesselsaft unter die Haut. Das tun sie aber nur, wenn man sie von oben nach unten berührt. Wenn man von unten nach oben an ihnen entlangstreicht, brechen die Brennhaare nicht ab und man kann die Pflanze vorsichtig berühren.